Hockeycamp 2007
Eigentlich sollte mit 80 teilnehmenden Kindern Schluss sein und da wurden schon Konzessionen gemacht. Aber dann ließ ich mich noch ein paarmal erweichen, immer ein drohendes Familiendrama im Hintergrund, Vater oder Mutter hatten die Anmeldung jeweils an den Partner delegiert, aber es hatte keiner angemeldet. Als wir dann bei 90 Kindern angelangt waren, musste ich doch noch einige Male kategotrisch "nein" sagen, eine meiner schwersten Übungen. Für die 90 Kinder wurden 20 Trainer und Hilfstrainer gebraucht und gefunden. Für die leiblichen Bedürfnisse waren Gisela Trischler und etliche Mütter und Väter im Einsatz. Es zeigte sich, dass meine Bedenken, dass ein Camp mit 120 Leuten nicht zu händeln wäre, unbegründet waren, abgesehen davon, dass am 1. Tag das von "M" gelieferte Essen nicht reichte, aber ohne Probleme nachgeliefert wurde. An dieser Stelle ein großes Lob an das Team vom "M" (Nobel-Restaurant in der Taunusstraße), das 4 Mittagessen reibungslos lieferte und den Geschmack der Kinder traf. Z.B wurden zu einer Mahlzeit 15 Kilo Reis verfüttert (Geschnetzeltes an Reis. Die Kinder waren in 10 Gruppen mit Tiernamen aufgeteilt (Tiger, Löwen, Bären, Delphine usw., was die Identifizierung leichter machte und dem Selbstverständnis gut tat. Z.B. rief der Betreuer: "Alle Frösche zu mir!" Die aus dem Bach waren nicht gemeint, die gab es aber reichlich und Frösche (kleine Kröten) sammeln war auch eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Constantin und Marie-Lici hätten es gerne zu ihrer Hauptbeschäftigung gemacht und eine Brutstation eingerichtet. Am 3. Tag allerdings meinte ein Vater, wir sollten sie alle Iltisse nennen wegen des auftretenden strengen Geruchs. Nachts wurden wir von freundlichen Wächtern bewacht. Unruhig war nur die 1. Nacht, wo um 1/2 1 Uhr ein Zahnschmerz und um 1/2 5 Uhr ein Heimwehschmerz plagten. Den krachenden Donnerschlag in der 3. Nacht (nach der Nachtwanderung) schenkte niemand Gehör, ich kenne ihn auch nur vom Erzählen, und der muss eigentlich die Erde gespalten haben, so laut war er.
Womit wir beim Wetter wären, die Prognosen waren nicht eindeutig, so beäugte ich jede Wolke kritisch, aber sie zogen vorbei. Taunusstein meldete am Montag einen Wolkenbruch, aber es blieb trocken und sogar warm. Nur am Donnerstag Vormittag gab es zeitweise Regen. Als Mitternachtsgetränk war wieder "Heiße Liebe" der Renner und wir haben unzählige Liter produziert. Ich hatte eigens "Sweet Treams" eingekauft, aber dieser Tee fand keine Liebhaber. Sehr enttäuscht war ein Frühaufsteher als die "Heiße Liebe" kalt war. Auch beim Hockeycamp besteht man auf Rosis Nutella -Toast, obwohl es Brötchen gibt. Am 1. Morgen hatte ich bis 7.15 Uhr bereits 3 Pakete Toast ans Kind gebracht. Die Brötchen kommen erst um 8 Uhr. Nachdem für manche 2. Frühstück, Waldlauf oder Warm-Up mit einer Tanzlehrerin. Woran lags, dass wir nach dem 1. Morgen eine Massenflucht in den Wald hatten? Also Warm-UP Pflichtprogramm, schließlich hatten wir die Dame eigens engagiert. Von den Freizeitaktivitäten erfreute sich auch bei den Jungen (!), Perlenkettenbasteln bei Janice größter Beliebtheit. Die Jungen beglückten die Mamas mit farbenprächtigen Kreationen. Moritz ließ wieder Eier-Gondeln konstruieren. Die Bewegungsbedürftigen spielten Fußball, Tennis, Tischtennis oder fuhren Rad. Dank des warmen Wetters konnten wir Gruppen in Kompaniestärke ins Opelbad schicken, was auch für die Hygiene gut war.Am 3. Tag installierten Micki, 1/2 Fünf und Moritz statt Opelbad eine Wasserrutsche. Eigentlich geplant, das Hineinrutschen bei Flankenbällen zu üben, wurde es eine reine Fun-Veranstaltung. Es ließ sich herrlich schlittern auf den nassen Plastikplanen.Der absolute Knüller ist das von Motitz inszenierte Stratego-Spiel, das alle über Stunden in Bewegung hält. Für Gesprächsstoff sorgte auch die Nachtwanderung, sie führte am Friedhof vorbei, wo schaurige Geräusche zu hören waren. Weiter gings auf dunklen Pfaden (Nur die Betreuer hetten Taschenlampen). Jasper meinte mutig, es sei langweilig, schloss aber nicht aus, dass er bei der nächsten Nachtwanderung wieder dabei ist. Auch in der zerfallenen Hexenhütte spukte es. Als wir an der Höhle des Räuber Leichtweis vorbei kamen, war dessen Geschichte fällig. Wissbegierige wollten wissen, ob ich noch andere Räuber kenne, ich kannte nur noch den Hotzenplotz. Und dann! Was war das? Die Gruppe erstarrte. Dort am Baum war Nikias festgebunden, trübe beleuchtung, eine geheimnisvolle Stimme sprach aus dem Dunkel: "Wenn Ihr eueren Freund wieder haben wollt, müsst Ihr ein Rätsel lösen: Was ist größer als Gott, was ist schlimmer als der Teufel, was ist heller als die Sonne?" Die Antwort "Nichts" war einigen geläufig und so zogen wir glücklich mit Nikias ins Camp zurück. Gespendete Pizzen erforderten einen Pizza-Ofen, auf den wir schon am 1. Mai vergeblich gewartet hatten, doch jetzt kam er. Doch rund 100 Pizzen dauerten 3 Stunden bis sie durch waren. Gisela und Susanne leisteten einen bewundernswerten Dauer-Einsatz an dem heißen Ding. Traditionsgemäß gab es am letzten Nachmittag noch einen Gruppen-Wettkampf, wo es schöne Preis zu gewinnen gab. Die Entscheidung zwischen Sieger und Zweitem war denkbar knapp: wer schneller eine Erdkröte holte war Sieger. Der Extera-Preis für den jüngsten Teilnehmer, Felix, kam bei ihm nicht gut an. Felix heulte, weil es statt T-Shirt und Hockeyball lieber ein Micky-Maus-Heft gehabt hätte. Und so ging das Camp wieder viel zu schnell mit dem gemeinsamen Grillabend zu Ende. Ein Camp in dem es keine Mißtöne, keine ernsthaften Verletzungen, keine Abbrecher und keinePannen gab. Mir bleibt allen Trainern und Helfern und allen Eltern, die uns unterstützten zu danken. Rosi
B-Knaben Turnier in Mühlheim, Pfingsten 2007
In der großen Spielpause war Klettern an einer Kletterwand und ein Rugby/Fußball-Gemisch in der Halle angesagt, bis alle "Aua" hatten. Das letzte Spiel des Tages wurde von müden Helden bestritten. Es gab ein gerechtes 0:0 gegen die Gastgeber.
Nach dem Abendessen (Nudelbüffet, was sonst?) als die übliche Umtriebigkeit für allerlei Aufregung sorgte, kam eine Unwetterwarnung, die zum Verlassen der Zelte und Aufsuchen des Clubhauses aufforderte. Bis 23 Uhr fiel viel Wasser vom Himmel, das Gewitter hatte sich verzogen, die Zelte standen noch. Die Tropfnässe überall verhinderte weitere Aktivitäten.
Am Sonntag war es zunächst einmal trocken. Nach dem obligatorischen Nutellabrote-Frühstück in meinem Zelt, war genügend Zeit sich auf das nächste 0:0 (12.04, nun gegen die Knaben von Ludwigshafen) vorzubereiten. Danach eilte die gesamte Crew hinunter an die Ruhr zum Drachenboot-Fahren. Auch 2 Väter wurden an Bord genommen. Hier konnte das echte Mannschaftsgefühl entstehen: alle arbeiten im gleichen Rhythmus.- Nun kan auch endlich Trainer Christian und die nächsten beiden Spiele gegen THC Hürth (2:1) und THC Uhlenhorst III (3:0) wurden gewonnen. Der aufgestellte Monitor (es war ein perfekt organisiertes Turnier) erzählte uns, dass wir Tabellenführer sind und das Endspiel bestreiten. Am Montag von Anfang an Regen pur. Den langen Vormittag bis zum Endspiel (13.30) vertrieb man sich mit Witze erzählen in meinem Zelt. Beste Witze-Erzähler: Luis und Georgi. Immer noch Favorit: die Blondinen. Dann endlich das Endspiel, regnete es noch oder schon wieder? Ich weiß es nicht. Zumindest bei der ellenlangen Siegerehrung standen wir unter Schirmen und bekamen als Sieger des B-Knaben Turniers (im Endspiel 1:0 gegen Ludwigshafen) als Letzte Pokal und Medaillen. Die Klatschnassen Zelte waren eingepackt und Daniel, Malte, Nikias, Conni (die zuverlässige Abwehr, 2 Tore in 7 Spielen) und Ben, Consti, Georgi, Robbi, Luis, Henry, die Stürmer (10 Tore in 7 Spielen) freuten sich auf ein trockenes Zuhause.Wenn der Veranstalter auch noch für gutes Wetter gesorgt hätte, wäre es ein perfektes Turnier gewesen.
Rosi
51. Knaben-Hockey-Turnier in Bad Kreuznach, 7. – 10. Juni 2007
Knaben-Kreuznach ist grundsätzlich anders als Mädchen-Kreuznach. Das kann sich jeder denken. Aber: bei den Knaben scheint die Sonne, bei den Mädchen regnet’s. Bei den Knaben arbeitet man in 2 Schichten: 2 Tage/2 Nächte die „Kleinen“, 2 Tage/2 Nächte die „Großen“, bei den Mädchen bleiben alle miteinander 3 Tage/3 Nächte. Die Mädchen brauchen einen Entertainer (Moritz), die Jungen sind von früh bis spät am Rumdaddeln (Hockeyspielen) oder am Nerven.
Eigentlich war es ein Versehen von mir die D-Knaben zu melden, aber ich habe 8 D-Knaben glücklich gemacht: hier wurde „normales“ Hockey gespielt (auf 2 richtige Tore mit Torhüter) und sie beendeten das Turnier ungeschlagen, 2x 0:0 und 5 Siege! Ob Bonn, Duisburg, Essen, alle wurden weggeputzt. Im Tor zeigte Johann tolle Paraden, aber meist langweilte er sich. Die Stürmer standen sich im Übereifer oft im Weg, aber irgendeiner knoddelte den Ball dann doch noch ins Tor. Tausendundeinmal habe ich „über außen“ gerufen, geschrieen, gefleht – Neunhundertneunundneunzigmal ging der Ball durch die Mitte. Dass sie einen Hörfehler haben, hatten wir ja schon im normalen (Zelt)leben festgestellt. Die 8 glücklichen auserwählten D-Knaben waren: Johann (Tor), Florian, Bennet, Jasper (Abwehr), Dario, Aysan, Metin, Julien (Sturm). Nach mehrstündigem Dauer-Bombardement von Jasper: Rosiiii (da tat das Ohr schon weh) darf ich auch mal ins Tor?“ gab ich auf. Johann freute sich, im Feld zu spielen und Jasper stand seinen Mann im Tor. Er war voll konzentriert und hielt 3 wirklich gute Schüsse. Die meisten Tore hat Aysan geschossen, er profitierte von den Zulieferern: Julien, Metin, Dario. Bei starken Gegnern musste ich Dario in die Abwehr zurücknehmen, wo er sehr erfolgreich spielte.
Nicht so gut lief es bei den C-Knaben, das 1. Spiel des Turniers hatten wir am Donnerstag um 8.30 Uhr gegen den Crefelder HTC. Auch in normaler Verfassung hätten wir gegen die nicht gewonnen, aber auch kein 0:8 kassiert. Die Crefelder konnten nach Belieben spielen, es war als ob wir gar nicht da wären. Abschläge/Freischläge wurden grundsätzlich dem Gegner zugespielt. Niels im Tor war mit 3 ungedeckten Gegnern vor sich leicht ausgespielt. Ab dem 2. Spiel übernahm Marcel die Mannschaft und es lief etwas besser, auf jeden Fall fielen die Niederlagen nicht so deutlich aus. Das einzige hessische Derby gegen Darmstadt wurde 1:2 verloren. Wir spielten noch einmal gegen eine Crefelder Mannschaft, allerdings die 3. und gewannen. Der „Hockey-ist-mein-Leben-Julian stürzte unglücklich auf die Schulter und das Schlüsselbein brach. Wir bekamen ihn mit Rucksackverband aus der Klinik zurück und er musste nun zu Hause schlafen. Doch er ließ es sich nicht nehmen am nächsten Tag wieder zu kommen mit Bruder Paul, Schwester Emma und Mama und er brachte ein Maskottchen mit. Unser Programm war so dicht gedrängt, das nur Zeit für einen Mini-Besuch im Schwimmbad am Donnerstagabend blieb, anschließend wurde Pizza Margarita vertilgt und es blieb nichts übrig. Die Nachtwanderung zur Eisdiele entfiel wegen allgemeiner Erschöpfung. Es war ein exterm heißer und sonniger Tag gewesen, alle waren schlapp, die Nachtruhe trat früh ein. Zwischen Abreise der D/C-Knaben und Ankunft der A/B-Knaben tat ich, als wäre ich in Urlaub. Der Flut von B-Knaben (18) standen 7 (!) A-Knaben gegenüber. Grund für mich, sauer zu sein, hatte ich sie doch auf ihren Wunsch hin nachgemeldet und 120 Euro Meldegeld bezahlt.
Immerhin waren es 25 Spieler für 2 Großfeld-Mannschaften, also ausreichend. Doch nervend war das unsoziale Verhalten der B-Knaben, die nur unter Murren den A-Knaben aushalfen, gleichzeitig den schwächeren B-Knaben jede Minute Spielzeit missgönnten. Insgesamt gab es 13 Spiele für beide Mannschaften, also genug Gelegenheit sich auszupowern Die A-Knaben Luca und Kai, die mir bei den D/C-Knaben sehr schön geholfen hatten, konnten nun endlich auch spielen, wobei Kai, der noch C-Knaben-Größe hat, unbedingt ins Tor wollte. Aber Luca meldete sich krank, ich dachte Kamillentee hilft. Doch im Laufe des Tages krümmte er sich immer mehr, am Abend wurde ihm der Blinddarm entfernt. Damit waren die A-Knaben noch mehr geschwächt und haben einige Niederlagen kassiert. Die B-Knaben, die mit allen Assen da waren, haben meines Wissens nichts verloren. Das wichtige Prestige-Spiel gegen Rüsselsheim, leider auf Naturrasen, haben wir deutlich gewonnen. Kai durfte uns dann auch bei den A-Knaben sein beeindruckenden Torwart-Qualitäten zeigen. Vor allem gegen die mannsgroßen HC-Kreuznacher verhinderte er eine höhere Niederlage. Das letzte Spiel der B-Knaben war gegen Rot Weiß Köln, das gute Spiel endete gerecht 0;0, wenn man davon absieht, das wir Kai im Tor hatten (Johannes hatte sich verletzt). Und dann beginnt sofort der große Aufbruch. Alle verhalten sich, als könnten sie es keine Sekunde länger in Kreuznach aushalten. Alles packt, räumt zusammen, schleppt weg. Ich stehe am Ende mit einer Menge unsortiertem Kram da. So ist beim Mädchen Turnier ein komplettes Zelt verschwunden.- Hat jemand ein Zelt zuviel zu Hause?
Rosi
Bad Kreuznach, 16. - 19. Mai 2007
Alle Mädchen freuen sich auf das Zeltlager in Bad Kreuznach – und – wie könnte es anders sein – es regnet. Da ich einen Aufbau-Trupp vorausgeschickt hatte, stand, als wir im Regen ankamen bereits das Versorgungszelt und meine „Burg“. Insgesamt waren wir in der ersten Nacht 40 Mädchen, 3 Papas, Nicki, Micki und ich.
Das kalte Buffet ließ keine Wünsche offen und im Gegensatz zu früheren Jahren ließen die Eltern auch was für die Kinder übrig.
Wir ließen uns dann von dem aufs Zelt tröpfelnden Regen in den Schlaf singen.
Um 8.30 am Donnerstag begannen die Spiele und wir hatten mit den A-Mädchen um 9.05 Uhr die internationale Begegnung gegen HC Rakovnik aus der Tschechei. Das Spiel gewannen wir 1:0. Auf dem Nachbarplatz spielten die B-Mädchen gegen HC Bohemians Prag, das endete 5:1 für uns.
Insgesamt warteten 39 Spiele auf uns, wir haben fast nie verloren, wenn, dann auf dem Naturrasen. Vor allem die C-Mädchen waren ihren Gegnern meist haushoch überlegen, so dass Micki auch die Anfängerinnen einsetzen konnte. Sie hatte genügend Kinder für 2 Mannschaften dabei.
Im Versorgungszelt lief die Teeproduktion auf Hochtouren, denn es war kühl und nass, wie es sich für einen anständigen Mai gehört. Meist waren die Mädchen so gierig, dass sie nur zart gefärbtes heißes Wasser zapften oder jammerten: „Rosi, der Tee geht nicht!“ Wie soll er auch, wenn die Kanne schon wieder leer ist? Da jedes Kind mindestens 4 Becher am Tag benutzt, haben wir pro Tag etwa 200 Becher gespült.-
„Kreuznach ist die Entdeckung der Abwehr im Sturm!“ Dieses Zitat stammt von Kathrin, die mit 6 Toren erfolgreichste Stürmerin der A-Mädchen und der Weiblichen Jugend B war, bislang eher in der Abwehr aufgestellt wurde.
Als dann Freitag die Sonne schien, beschwerte sich Micki über das fehlende Kreuznach-Feeling. Warm – trocken - was war los? Doch wir nahmen’s gelassen gern.
Noch am Donnerstag waren Max und Moritz (nicht die von W. Busch) eingetroffen. Vor allem ist Mädchen-Kreuznach ohne Moritz kaum denkbar. Nicht nur, dass er immer diese Anfeuerungs-Orgien inszeniert, er hat stets neue Ideen fürs Abendprogramm. Heute wurde die Sendung, die wohl alle außer mir kennen: Germanys Next Topmodel, nachgespielt.
Die „Großen“ hatten die „Kleinen“ herzurichten, Thema: Abendgarderobe. Man brauchte schon einige Kreativität um aus dem Zelt-Outfit, Abendgarderobe zu zaubern. Was uns dann mit entsprechendem Augenaufschlag und Hüftschwung präsentiert wurde, war „atemberaubend“. Der Siegerin war die Titelseite im Maskottchen versprochen. Doch die Jury: Micki, Moritz, Max (alias Bruce) wollte sich nicht festlegen, um Zicken-Alarm zu vermeiden. Jede bekam ein paar nette Worte zu hören, Bruce weinte, wie immer, Rosi reichte das Taschentuch.
„Alles was älter ist als 12, bitte aufstehen! Musste ich um 6.40 am Samstag etwas unsortiert wecken, denn die WJB hatte um 7.20 ihr 1. Spiel. Das Spiel gegen Oberhausen begann mit reichlich Verspätung, die kamen noch mehr als wir angetrödelt. Der Turnierdirektor hat mir versprochen, diese frühe Zeit in Zukunft zu streichen.
Und dann begann schon der Aufbruch für die „Großen“ - endlich tröpfelte es wieder – die WJB hatte heute noch ein unverlegbares Punktspiel in Hanau und wurde von Moritz dort hin begleitet. Ohne Moritz war auch für Max keine Bleibe. Micki musste zum Damenspiel nach Schweinfurt, Simon zum Herrenspiel nach Speyer. Es blieben Katharina, Patrick und ich, denn es gab nocheinige B- und C-Spiele, die wir trotz Müdigkeit und Hitze souverän meisterten.
Das Abbauen der Zelte ging in der übliche Hektik vonstatten, kein Wunder, dass schließlich jeder etwas vermisst und sei es nur ein Zelt.-
Kreuznach – ich komme wieder – mit den Jungen – bei Sonnenschein!
Hockeyfest 1.Mai 2007
Dieser 1. Mai 2997 war die Krönung von allen ersten Mais, die wir seit Tschernobyl (1986) durchführen.Es hat eigentlich nichts mit Tschernobyl zu tun, aber drei Tage danach war das 1. Saison-Eröffnungs-Turnier, damals noch auf dem Ascheplatz und alle Welt war verunsichert, ob man überhaupt noch atmen dürfe. ( Deshalb erinnere ich mich so gut daran):
Woran lag es, dass es ein Super-Fest wurde? Das Wetter war sensationell gut, die Sonne beleuchtete das Nerotal, wie es heller, bunter, fröhlicher nicht sein konnte. "Oben" auf dem Hockey-Rasenplatz feierten die "Großen". (Beste Idee von allen, die Buden- und Zeltstadt auf die Hockeywiese zu verlagern). Ich zählte vier versammelte Hockey-Generationen, die sich sichtlich wohlfühlten. Das vielfältige Angebot, ob Gabis Sekt-Bar, Jimmys Eisbar, die Salat- und Kuchentheke der Hockeymütter, Petras Hockey-Flohmarkt, Matthias Hockey-Shop, boys & girls Kinderklamotten, Janices Perlenschmuck, alles erfreute sich großen Zuspruchs.
Und "unten" auf dem Kunstrasen konnten sich die 8-12jährigen ungestört bei Ihrem Hockey-Mixed Turnier tummeln. Als Dromedare, Berberlöwen, Brillenschlangen usw. kämpften sie um Urkunden und Medaillen. Anschließend wurden sie und unsere Gäste von den Hockeydamen und -herren beim Weltmeister-Parcours betreut. Die Jugendlichen, die mitgeholfen hatten, forderten unser 1. Herren zum Kleinfeldspiel heraus, während andere sich von Pavel den Umgang mit dem Tennisschläger zeigen ließen. Tombola , Entenrennen und Fahrten mit dem Elektro-Mobil der Fa. Bock rundeten das Programm ab.
Gisela Trischler, Vorsitzende des Fördervereins Hockey, die die Hauptlast der Organisation trug, konnte stolz sein auf das gelungene Fest. Zum Plakat.
Rosi Blöcher
