Maskottchen

Chronik der Hallensaison 2000/2001

Am 13. Oktober kam ich von Australien zurück und nach zwar langem, doch ruhigem Flug, geriet ich in heftigste WTHC Turbulenzen, als da waren: Das Programm für die 30 französischen Hockeyspieler, die uns vom 28.10. bis 3.11. besuchen wollten, die Organisation von fünf eigenen Hallenturnieren, die eben in diesen Zeitraum fielen, der Gesamt-Terminplan der Hallensaison  für 16 Mannschaften und wie immer, besonders schwierig: die Einteilung der Hallen-Trainingszeiten (Trainer fielen aus, Hallen waren doppelt vergeben oder Zeiten, mit denen ich fest gerechnet hatte, gab es nicht mehr). – Also galt es 14 Trainingsgruppen, 7 Trainer auf 12 Trainingseinheiten zu verteilen. Leider kann man Euklid und Pythagoras nicht mehr um Rat fragen, mir bereitete es jedenfalls gehörig Kopfzerbrechen. Ich kann nur hoffen, dass jetzt alle glücklich sind – es sind mittlerweile 4 Wochen ins Land gegangen.

Samstag, 28.10.

Die Franzosen kommen. Seit 1978 besteht die Verbindung zur Region Calvados in der Normandie. Dieses Jahr sind wir die Gastgeber und er gilt, 25 Jungen zwischen 12 und 16 Jahren und 5 Betreuer eine Woche lang, rund um die Uhr zu beschäftigen. Dank der Vorarbeit von Frau Trischler stand das außersportliche Programm in seinen Grundzügen: Montag: OPEL LIVE, Dienstag: Gutenberg-Museum und Mainz, Mittwoch: Frankfurt mit Film-Museum, Post Museum und Rebstockbad, Donnerstag. Musik-Kabinett in Rüdesheim und Niederwald Denkmal, für Freitag war uns zunächst nur Bowling eingefallen, aber dann schickten wir sie zum Jugend Zirkus Festival auf dem Dern’schen Gelände und anschließend zum Hessischen Landtag.

Die Nachmittage und Abende wurden mit Hockey gefüllt.

Das Wochenende 28./29. 10. stand ganz im Zeichen des

WTHC-JUGEND-TURNIERS in der Diltheyhalle.

Der Samstag gehörte den B-Knaben von Hanau, Worms, Nauheim, Mannheim, Frankreich und Wiesbaden. nachdem Frankreich und Mannheim als Gruppensieger feststanden, sie auch ihre Halbfinalspiele siegreich überstanden hatten, bestritten sie das Endspiel, das dann Frankreich nach spannendem Spiel im 7-Meter Schießen gewann. Die WTHC Jungen, als gute Gastgeber belegten Rang 5 vor Nauheim. Ein bisschen Gemaule gab es, weil die französischen „B-Knaben“ ein wenig größer ( und wohl auch ein wenig älter) waren als deutsche.  In Frankreich gibt es nur 2 Altersklassen: Minimes und Cadets.

Am Sonntag durften zunächst die A-Knaben ihr Mammut-Turnier mit 7 Mannschaften durchführen. Weil die Zeit nicht reichte, dass Jeder gegen Jeden spielen konnte, hatte jede Mannschaft 4 Spiele und es wurde der Sieger anhand der geschossenen Tore ermittelt. Außergewöhnlich, doch es hatte den gewünschten Effekt, dass alle auf Torejagd gingen und nicht nach einer 1:0 Führung anfingen zu mauern. Die 80er nutzten dann im letzten Spiel ihre Chance, schossen 10 Tore gegen Hanau und holten damit den Siegespokal. Auch Limburg und Wiesbaden legten sich mächtig ins Zeug, als Wiesbaden 8:5 gewann hatten 18 Tore und bestanden auf einem 7-Meter Schießen, das WTHC 4:3 gewann. Enttäuscht waren nur die Wormser, die alle vier Spiele gewonnen hatten, mit 14 geschossenen Toren nur 4. wurden.

1. Frankfurt 80     20 Tore

2. WTHC             18 Tore

3. Limburg          18 Tore

4. Worms            14 Tore

5. Frankreich       10 Tore

6. Hanau             05 Tore

7. Nauheim          01 Tor

Etwas weniger hektisch ging es anschließend bei der B-Jugend zu. Nur 5 Mannschaften traten an und Rüsselsheim gewann ganz souverän, die armen Franzosen wurden gar 1:18 überfahren. 2. wurde Bad Nauheim, um Platz 3 und 4 kämpften wir mit den Franzosen im letzten Spiel des Tages mit Überlänge, wie am Vorabend in einem „Freundschaftsspiel“ gewann Wiesbaden. Hanau wurde Letzter.

Nur eine Panne passierte an diesem turbulenten Wochenende: es fand sich niemand, der das C-Mädchen Turnier in Marburg organisierte und betreute.

Am Freitagabend (3.11.) verabschiedeten wir die Franzosen mit einer großen „Gala“ im Clubhaus. Alle Gasteltern, Prominenz und Freunde hatten sich eingefunden; das Buffet ließ keine Wünsche offen, die Stimmung war ausgelassen. À l’année prochaine! machte den Abschied nicht gar so traurig. nachdem wir Deutsche und Franzosen auseinander sortiert hatten, verschwand der Bus im Dunkel der Nacht. Ich atmete tief durch und wandte mich dem Alltagsgeschäft zu.

B-Mädchen Turnier in der Diltheyhalle

Samstag, 4. 11.

Es gab nur 3 Meldungen, als Trainingsturnier hoch willkommen, man spielte gegen jede Mannschaft zweimal. Uns fehlte leider Annalena, die sonst die Mittelposition ausfüllt. Auch gab es im Aufbau große Defizite (noch nicht trainiert). Trotzdem bleibt es mir ein Rätsel, wie man den Abschlag fast jedes Mal dem Gegner in die Vorhand spielen kann. Die Ergebnisse gegen Mainz, 2:4 und 3:5 gehen in Ordnung, auch unter dem Aspekt, dass alle Spielerinnen zum Einsatz kommen sollten. Gegen Hanau (Hessenmeister auf dem Feld) verloren wir sehr deutlich (0:8 und 2:11). Die wenigen anwesenden Eltern entsetzten sich über die schwache Leistung ihrer Töchter, die aber unter den gegebenen Umständen nicht anders sein konnte: Annalene fehlte und konnte nicht adäquat ersetzt werden, schwache Spielerinnen sollten Spielerfahrung sammeln, ein im Herbst angesetztes Konditionstraining wurde boykottiert, im Training wird viel Zeit mit Unwichtigem vertan u.a. damit, zu disziplinieren, in bis jetzt 2 Trainingseinheiten war noch nicht positionsbezogen trainiert worden. Meinem Wunsch, den „Ballast“ C-Mädchen (3, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei den C-Mädchen trainieren können oder wollen) abzuwerfen, wurde nicht entsprochen. Man sprach sich dafür aus, sich nach einem „richtigen“ Trainer umzusehen. und ihn teilweise zu finanzieren. -

Sonntag, 5. 11.

Es gibt Angenehmeres als mit 2 C-Knaben Mannschaften nach Kassel zu fahren. Ich war ziemlich sauer auf den Hessischen Hockeyverband, der uns schon wieder eine Spielansetzung in Kassel bescherte. Es war meine 4. Fahrt nach Kassel im Jahr 2000!. In Kassel fanden wir nur Marburg und natürlich Kassel vor, der andere Wiesbadener Verein (DHC) erschien nicht. So bestritten wir eigentlich das ganze Programm ohne Pause. Nachdem wir unsere Pflicht erfüllt hatten mit mehr Frust als Lust, nichts wie ab zu McDonalds, das absolute Muss jeder Kasselfahrt.

Natürlich hatten die D-Mädchen gemosert, dass ich schon wieder nicht mit ihnen fahre, aber sie waren bei Sandra in den besten Händen und erfolgreich.

Die 1. C-Knabenwaren mit Moritz unterwegs und Ausläufer des Chaos schwappten zu mir nach Kassel: Torwart Jan musste für die Schule lernen, fuhr aber für ein Spiel mit nach Frankfurt, spielte aber nicht im Tor, man lieh sich einen Torwart aus und schließlich blieb Jans Torwartausrüstung (die funkelnagelneue) in Frankfurt stehen. .- Übers Internet bekamen wir sie im Januar zurück).

In der Diltheyhalle lief derweil das letzte WTHC-TURNIER, dieses mal für A-Mädchen, bei Miriam und Martin in bester Verwaltung. Nachdem WTHC gegen Mainz, Frankenthal und Frankfurt 80 gewonnen hatte, erreichten wir nach einer siegreichen Zwischenrunde das Endspiel, in dem wir Frankfurt 80, 1:0 besiegten. Endlich hat auch einmal eine WTHC Mannschaft unser Turnier gewonnen!

Samstag, 11.11.

Die Diltheyhalle in Wiesbaden war Austragungsort der D-Knaben Hessenrunde. Es wuselte. Rattenfänger-Gefühle kamen auf, weil man ständig einen Schwarm kleiner Jungen hinter sich herlaufen hatte. Die Buben aus Limburg waren das stärkste Team und haben alle Spiele gewonnen. Wir starteten mit 2 Mannschaften und haben jeweils gegen Kronberg und Usingen gewonnen oder unentschieden gespielt. Das war dann schon alles an diesem Samstag!

Sonntag, 12.11.

Das Hallentraining begann und Patrick sah sich ca. 20 B-Jugendlichen gegenüber, die trainieren und spielen wollten. Längst Totgeglaubte waren wieder auferstanden. Es gelang, eine 2. Mannschaft nachzumelden. (Ich stellte mein ungutes Gefühl hintan) Der 1. Hammer kam sofort: mit dem 2. Spieltag hatten wir Kassel gewonnen! Doch zunächst der 1. Spieltag 2. B-Jugend! Von den Wiedereinsteigern kamen 2 nicht zum Treffpunkt, ohne Auswechselspieler wurde in Frankfurt kein Spiel gewonnen. -

Die 2. B-Knaben hatten ihr 1. Turnier in Frankfurt. Da die 1. Mannschaft noch nicht gespielt hatte, konnte ich deren ganze Ersatzbank mitnehmen. Mit 7 Punkten aus 3 Spielen haben wir ein gutes Polster für künftige Turniere geschaffen, wenn wir nicht mehr so aus dem Vollen schöpfen können.

In Wiesbaden sah ich dann noch unsere 2. C-Knaben, die aber gehörig mit 1. C-Knaben aufgepeppt waren. Demzufolge haben sie alle Spiele (3) gewonnen.

Samstag, 18.11.

Als ich nur zum „Pfeifen“ zu den 1. B-Knaben nach Frankfurt kam, hatten sie gerade ihr 1. Spiel 8.1 gegen Safo gewonnen und waren sehr aufgekratzt. Doch leider kamen 2 kalte Duschen: 1:3 gegen Rüsselsheim, was vielleicht in der Kalkulation drin war, aber 0:1 gegen Höchst, die sonst kein Spiel gewonnen hatten, war ziemlich niederschmetternd.

Meine Reise durchs Hessenland führte mich nach Rüsselsheim zur 1. B-Jugend, wo ich ebenfalls pfeifen und auch betreuen sollte. Doch dieser Kelch ging an mir vorbei. Patrick verzichtete auf sein eigenes Spiel und wollte lieber seinen Jungen beistehen. Sie hatten 1:3 verloren, 3:2 gewonnen, wonach Patrick meinte, die Pflicht sei erfüllt, jetzt komme die Kür. na, da gab es keine 5,9, sondern eine deutliche Niederlage gegen Rüsselsheim.

Sonntag, 19.11.

Dicker A-Knaben Termin, 2 Mannschaften im Einsatz. Da Torwart Sven ausfiel, hatten wir schon das 1. Problem. da es noch weitere Kranke gab, wurde es noch enger. Klar, dass die 1. Mannschaft bevorzugt wird. Sie bekamen dann Moritz von der 2. Mannschaft fürs Tor und haben mit 2 Siegen und 2 Niederlagen positiv überrascht.

Für die 2. A-Knaben fanden sich zunächst statt 8  nur 5 am Viadukt ein. Nico war nicht erreichbar, Robert war fraglich wegen irgendwelcher Schmerzen, also blieb nur noch Leo, den wir nach etlichen Telefonaten mit 45minütiger Verspätung einladen durften. Er war nicht der Frischeste, bei ihm war bis 5 Uhr Netzwerk Party angesagt gewesen. So waren wir eigentlich nur 51/2 Spieler. Aber man erwartet, dass man gute Miene zum schlechten Spiel macht. Unser 1. Spiel gegen Offenbach, das wir ohne jegliche Vorbereitung absolvieren mussten (45 Minuten Verspätung!) ging klar verloren. Gegen den DHC hielten wir bis zur Pause gut mit (2:2). Dann kamen 3 dumme Abspielfehler: 2:5. Gegen 80 II kassierten wir 3 Eckentore. Sebastian im Tor machte seine Sache gut, aber seine Abwehr stellte ihn öfter vor unlösbare Aufgaben: Allein gegen Drei. Im Sturm wirbelte nur Speedy, aber gegen z.T. doppelt so große Gegner hat er keine Chance. Man hat den Eindruck, sie pusten ihn einfach um; er machte öfter Bekanntschaft mit dem Hallenboden als im lieb war. Die Mannschaft war ziemlich frustriert, aber abgesehen von dem Offenbachspiel, haben sie in den beiden anderen Spielen nach Kräften mitgehalten. Mehr war bei dem Spieler Potential nicht drin.

Ein oft gesehenes Trauerspiel: A-Mädchen in Unterzahl. Als ich das hörte, dachte ich mal wieder, ich bin im falschen Film. 50% der Mannschaft fällt aus. Immerhin ist das 3:3 in Unterzahl gegen 80 ein tolles Ergebnis. Dann wurde noch B-Mädchen Line eingeflogen und es gab ein 1:3 (Eintracht) und ein 0:4 (Hanau).

Für die Betreuung der 1. C-Knaben war netterweise Mickis Mann, Steffen, eingesprungen, der diesen Job auch schon öfters in Berlin übernommen hatte. Nur standen wir ein bisschen dumm am Viadukt herum, weil ein Auto mit einem Spieler fehlte. Dass der Vater „direkt“ fahren würde, war leider nicht bei uns angekommen, also musste, alles, was am Viadukt stand, in Steffens Auto. Das Turnier nahm dann einen guten Verlauf: 3:0 (Safo), 1:2 (Kronberg), 2:2 (TGS Vorwärts)

Samstag, 25.11.

Wieder ein ruhiger Samstag, ich konnte mich voll und ganz den B-Mädchen widmen. Es gab keine Ausfälle, unbekannt war die Spielstärke der Gegner. Uns erwartete Frankfurt 80, im Feld nicht sehr stark, aber wir hatten beide Spiele verloren, dann TGS Vorwärts, völlig unbekannt und Rüsselsheim, hinlänglich als starke Mannschaft bekannt. Im 1. Spiel schenkte gleich zu Anfang unsere Schlafmützigkeit, 80 ein Tor Doch wir kamen in Schwung und beendeten 3:1. Es hätten nach den Chancen auch ein paar Tore mehr sein können. Das Spiel gegen TGS machte mir Sorgen, nicht weil sie besonders gut spielten, aber etwas chaotisch. Ich war froh, als wir dieses Spiel 3:2 nach Hause geschaukelt hatten. Mit dem Polster von 6 Punkten, konnten wir Rüsselsheim gelassener entgegen sehen. Wir gingen in der üblichen Weise unter; sie spielen einfach zu schnell für uns. Da komme ich auch mit dem Coachen nicht nach, wenn ich eine Abwehrspielerin zum „Decken“ aufgefordert habe, stehen schon wieder 2 andere frei. Wir verloren 1:7. Ceci schoss eines ihrer kecken Tore.

Sonntag, 26.11.

Mit den 3. C-Knaben nach Bad Homburg. Sonntag, 9 Uhr, Viadukt war einer Familie zu früh, dadurch fielen 2 Spieler aus, ein Kranker, ein Messdiener, ein Familienausflug und schon waren’s nur noch 6. Ein Glück, dass wir Yanis im Tor hatten und Carsten im Sturm den Ball halten konnte. Die anderen bemühten sich redlich bis auf Markus, der sich teilweise schlicht verweigerte, weil er seinen viel zu großen Zahnschutz festhalten musste und weil er nicht einsah, dass ich ihn heute nicht im Sturm einsetzen konnte. Aber die Niederlagen hielten sich in Grenzen: 0:3 Höchst, 1:3 Darmstadt, 1:3 Homburg, 0:2 Kassel. Max brachte es auf den Punkt: „So gut haben wir noch nie verloren!“ 

Die Weibliche Jugend B bleibt mit 2 Unentschieden und einer Niederlage im Pokal unter den Erwartungen. Sie ärgerten sich über das 3:3 gegen Fechenheim, zumal Lu in der 1. Halbzeit mit Hattrick die Mannschaft 3:0 in Führung gebracht hatte.

Samstag, 2. 12.

Die 1. B-Jugend enttäuscht uns mal wieder, sie verlieren alle Spiele, teilweise nur knapp. Trainer Patrick lakonisch: „Wer aus seinen Chancen keine Tore macht, hat eben gelitten!“ 

Ganz anders die D-Mädchen, die vor heimischem Publikum ein großartiges Turnier spielten und die Gegner 2:1 (80), 6:0 (Hanau) und 6:0 (Kronberg) nach hause schickten. Die Entdeckung des Tages war Lara im Tor, die beherzt dazwischenging und anders als von D-Mädchen gewohnt, den Ball weit aus dem Schusskreis kickte. Rebecca schoss mit hochrotem Kopf Tor auf Tor, gut bedient von ihren Flügelstürmerinnen. Theresa und Constanze waren eine stabile Abwehr. Heute klappte fast alles.

Sonntag, 3. 12.

Zunächst begleitete ich die C-Mädchen nach Frankfurt und staunte, was man alles falsch machen kann. Moritz, der das Training jetzt übernommen hat, sah, dass viel Arbeit auf ihn wartet. Auf einem Elternabend haben sich die Eltern dagegen ausgesprochen, dass die „guten“ C-Mädchen Kim, Laura, Valerie, die nur bei den B-Mädchen trainieren wollen, weiterhin bei den C-Mädchen mitspielen. Wir haben dann jetzt nur noch 8 C-Mädchen, ergänzt durch 2 B-Mädchen Anfängerrinnen, das könnte schon mal knapp werden. Heute hatten wir nur einen Ausfall und von den Ergebnissen her können wir auch zufrieden sein: 0:1 (Kronberg) und 2 Siege! 3:0 gegen Rembrücken  und Homburg. Die Mädchen jedenfalls waren „gut drauf“, das zeigt schon ihr Kampfgesang: „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Mannschaft nicht!“ 

A-Knaben Trainer Martin musste quer durch Frankfurt gelotst werden (er hat mit unseren Herren in der Südhalle gewonnen), damit er pünktlich zum 1. Spiel der A-Knaben da war. Ich war als Statthalter voraus geeilt, falls etwas schief gehen sollte. Nach dem Gehampel, was sie als „Warmmachen“ bezeichneten, was man aber kaum als ernste Vorbereitung sehen konnte, sah ich sie noch gegen Hanau verlieren. Doch sie haben noch 2 Spiele gewonnen, sogar gegen Tabellenführer Safo und damit als Gruppendritter die Zwischenrunde erreicht. 

Mit gemischten Gefühlen fuhr ich wieder in die C-Mädchen Halle zurück, dort hoffte ich die A-Mädchen vorzufinden. Die Katastrophentruppe brachte es mal wieder auf mehr Ab- als Zusagen., zu allem Unglück hatten sich im Training noch zwei Leistungsträgerinnen, Lara und Luise R., verletzt, Anka hatte den Terminplan nicht richtig gelesen und Theaterkarten, also hatten wir auch keine Torfrau. Nun, ich fand Kathi, Lu, Emily, die B-Mädchen Line und Annalena und Tanja als Torfrau gekleidet, doch ohne jegliche Torerfahrung (sie machte ihre Sache aber nicht schlecht). Also keine Auswechselspielerin, es blieb nichts, .als sich „hinten reinstellen“. Vereinzelt hatten wir gute Szenen, auch mal starke 5 Minuten gegen Rüsselsheim, aber mit 0:5 (Marburg) und 0:8 (Rüsselsheim) war mehr Frust als Lust zu verzeichnen.

Samstag, 9. 12.

Lange Gesichter gab es bei der 2. B-Jugend am Viadukt, als sie erst dort erfuhren, dass sie heute in Kassel spielen. Patrick hatte es wohl weislich verschwiegen. Martin K. hatte mir netterweise den Trip nach Kassel abgenommen. Dort fand man nur 2 Gegner vor (das macht die Reise nach Kassel immer besonders attraktiv), nachdem man in den Spielen gegen Limburg und Homburg immerhin einen Punkt ergattert hatte, fuhr man schnell wieder nach Hause und die Samstagabend Aktivitäten konnten doch noch durchgeführt werden.

Ich konnte also mit meinen beiden D-Knaben Mannschaften nach Darmstadt fahren. Nach etlichen Absagen waren wir zwar nur 11 Spieler, aber das konnte man regeln. je 3 Spiele waren Leonard und Jonathan im Tor, wobei Jonathan Szenenapplaus erhielt, als er einen hohen Ball mit dem Schläger unter der Latte wegfischte. Eine außergewöhnliche Leistung für einen D-Knaben Torhüter. Wir haben von 6 Spielen keines verloren, die 2. Mannschaft hat zweimal unentschieden gespielt. Ich war trotzdem mit dem Spielaufbau heute nicht so sehr zufrieden, bei dem Turnier in Wiesbaden haben sie besser gespielt. Wir hatten es nur mit Darmstädter Mannschaften  zu tun, 2 von TEC in dunkelrot und eine von 46 auch in rot. Da gab es schon mal Verwirrung bei der Begrüßung, wie: „Gegen Euch haben wir doch schon gespielt?“ oder „Spielen wir hier dauernd gegen dieselben?“

Die 1. B-Knaben erfüllten wieder nicht die Erwartungen. 5:4 Safo, 2:2 Höchst und 0:? Rüsselsheim. Die Zahl der Tore von Rüsselsheim war nicht exakt zu ermitteln, etwa so: >5 und <10. Ein mitgereister Vater: „Sie waren grottenschlecht!“

Sonntag, 10. 12.

Nachdem um 9Uhr10 noch eine Absage eintraf, etwas spät fiel Leander ein, dass er am Montag Mathe schreibt und noch lernen muss. Und auch Philipp nicht Hockey mit der 2. Mannschaft im Programm hatte, sondern „Lernen“, waren es dann noch glücklich 6 ,die zum 2. Spieltag der 2. B-Knaben nach Frankfurt fuhren. Ausgerechnet heute hatten wir es mit dem stärksten Gegnern zu tun: TGS, die eigentlich in die Meisterschaftsrunde gehört. Wir verloren 0:8, dafür hielten wir uns gegen Sachsenhausen 57 sehr wacker; ich hoffte schon auf ein 0:0, als ein Kuddelmuddel in der Abwehr, es dem guten David unmöglich machte . das 0:1 zu verhindern. Wir hatten aber auch Chancen für mindestens 3 Tore. Viele Ballverluste wären vermieden worden, wenn man nicht der Rückhand den Vorzug gegeben hätte. Trotzdem haben sich Clemens, Samia, Johannes, Max, Michael und vor allem David im Tor tapfer gewehrt.

Mittlerweile war ich per Handy informiert, dass die 1. A-Knaben am Viadukt losgefahren waren, der nächste Anruf war die Krankmeldung von Trainer Martin. Also wechselte ich in die 3km entfernte Halle, meine 3 Rest-B-Knaben ließ ich von Martin K. abholen. In der Halle war Geduld angesagt, außer Henning, der nicht vom Viadukt gestartet war, war niemand da. Als sie dann trotz Stau noch pünktlich kamen, ließ Gegner Homburg auf sich warten. Aber sie steckten nicht auch im Stau, sie kamen gar nicht. Auch der nächste Gegner Rüsselsheim trat nicht an. .Zum Warmmachen spielten wir ein Freundschafts-Spiel gegen Höchst und dann unser einziges reguläres Spiel gegen Hanau, das 2:0 für uns ausging. Wir waren überlegen, hätten vielleicht ein paar Tore mehr schießen können. Damit haben wir den 1. Teil der Zwischenrunde mit optimalen 9 Punkten abgeschlossen. Aber wenn man 9 Spieler für 2x12 Minuten Spiel nach Frankfurt karrt, weiß man keine kluge Antwort auf die Frage: „Warum bin ich überhaupt hierher gefahren?“

Die 2. C-Knaben fuhren mit Micki nach Hadamar, gegen Eintracht Frankfurt haben sie 0:2 verloren, dann wurde in einem sehr guten Spiel Limburg 4:1 besiegt. Nach allzu viel Toben in der Halle war im letzten Spiel gegen Hanau kein Sieg mehr drin.

Schreck in der Abendstunde. Wo ist der 3. B2-Knabe?

Mehr beiläufig fragte ich Martin: „Hast Du meine 3 gut nach Hause gebracht?“ „Wieso 3, da standen nur 2!“ „Ich habe aber 3 vor der Halle ausgeladen!“ „Da standen nur 2!“ Martin schien zu glauben, ich kann nicht bis 3 zählen. Wir klärten, das Martin, Clemens und Max mitgenommen hatte, doch wo war Samia? Beruhigend war, dass noch keine Vermisst-Meldung eingegangen war und unsere Recherchen ergaben dann auch bald, dass Hennings Vater, den Nachbarsjungen mitgenommen hatte. - Uff. -

Sonntag, 16.12.

Ein Paradebeispiel mannschaftlichen Denkens lieferten 2. A-Knaben und B-Mädchen ab, ausgenommen natürlich die, die sich am Viadukt einfanden. Bei den A-Knaben mussten erst einige Anrufe getätigt werden, bevor sie losfahren konnten. Moritz, Leo, Robert hatten anderes vor, obwohl der Termin lange bekannt war, der immer zuverlässige Sebastian war krank und Dominik mag nicht immer verlieren, aber trainieren sieht man ihn selten. Schließlich konnte Nico bewegt werden, mitzufahren. Dass er dann ins Tor gestellt wurde, obwohl Sven A. mit Schienen dabei war, zeigt einmal mehr, wie gerne man Nico den „Schwarzen Peter“ zuschiebt. Die 4 „richtigen“ A2 Knaben Oliver Nico, Sven L und Carlludwig erhielten Verstärkung von B-Knaben Matthias und Sven A. und Tobias. Immerhin gelang ein 2:2 gegen Rembrücken. Die 2. Mannschaft von Limburg allerdings zeigte, dass auch eine 2. Mannschaft funktionieren kann, wenn alle engagiert mitspielen, es gab ein 1:10 Klatsche.

Ähnlich traurig sah es bei den B-Mädchen aus. Ich weiß nicht, was das Gejammere nach einem Trainer soll, wenn zu einem von 4 wichtigen Terminen der Hallensaison, 3 Leistungsträgerinnen absagen.? Also, Annalena hatte Schwimmwettkampf, Alice ging Reiten und Line ins Weihnachtsmärchen, das erfuhr ich Samstagmorgen vom AB, wir starteten aber schon um 11 Uhr und da Marie auch nicht erschien und ausrichten ließ, ihre Kusine sei zu Besuch, waren wir ohne Auswechselspieler und es galt unsere gute Ausgangsposition vom 1.Spieltag zu halten. - Auch für Trainer Christoph, der zum erstenmal betreute, kein befriedigender Start. Wir spielten noch einmal das gleiche Turnier wie vor 3 Wochen, als wir 6 Punkte holten, diesesmal waren es halt nur 2. (Niederlage gegen Rüsselsheim, unentschieden gegen 80 und TGS). Schade. Anka im Tor wurde so gefordert, dass ihr schon nach dem 2. Spiel alles weh tat, sie hat sehr gut gehalten, auch einen 7m entschärft. Geraldine und Feo in der Abwehr verhinderten alles, was in ihrem Vermögen lag, Jill war auf Grund ihrer Reichweite die beste Lösung für den Mittelspieler, Ceci und Antonia waren engagierte Außenstürmerinnen, die Jill mit manch brauchbarem Pass bediente. 

Sonntag, 17.12.

Frohe Kunde von der Weiblichen Jugend B, obwohl ohne Auswechselspieler (ich mag´s bald nicht mehr schreiben), haben sie in 3 Spielen 9 Punkte geholt, also optimale Bilanz. Sie haben damit die Tabellenspitze erobert! Kyra hatte abgesagt, weil ihr Hase krank ist und er regelmäßig Medizin braucht. Das gehört bestimmt auf die Hitliste der Absagen, die ich demnächst herausgeben kann. Es kommt auch schon nahe an das heran, was wir schon als Glosse formuliert hatten: „Ich kann nicht kommen, mein Meerschweinchen hustet!“ Sagt mir bitte nicht nach, ich sei nicht tierlieb. – 

Anfang Januar war es endlich soweit: wir vertauschten den gekrümmten Stab, mit dem wir sonst herumwedeln und Bälle quälen mit anderen gekrümmten Stäben, mansche nahmen zwei, andere nur einen. Wir stellten uns auf sie und versuchten sie uns so gefügig zu machen, dass sie uns in schönen Schwüngen und Bögen die schneebedeckten Hänge von Saas Grund und Saas Fee hinunterbrachten. Kurz:

Es begann die 16. WTHC Ski-Freizeit.

Acht Tage gönnten wir uns das Vergnügen (man gönnt sich ja sonst nichts), 14 Knaben von

18 – 9 und 3 „junge Damen“ zu verwöhnen.

Das fing an mit liebevollem Wecken um

7.30 Uhr

8.oo Uhr reichhaltiges Frühstück mit frischen Brötchen, abgesehen von Frühstücksmuffeln ging des unbeanstandet über die Bühne.

9.00 Uhr Aufbruch zum Skibus (3 Min), (günstige Entfernung zum Zurücklaufen wegen vergessener Gegenstände) ,bis

16.oo Uhr fachmännische Betreuung auf den Pisten (nicht immer erwünscht, weil zu anstrengend), ab

16.30 Uhr Je nach Lebensalter Lustgewinn: Mädchen anmachen, kleine Knaben piesacken, Tischfußball spielen, pennen, Karten spielen, Süßigkeiten kaufen, durch Saas Grund ziehen und Leute provozieren. Kleine Kostprobe:

         „Können Sie mir 2 Pfennig in Franken tauschen?“ Schlagfertige Antwort:

         „Geh’ runter nach Brig  (Kreisstadt), die machen das!“

         Wenn man in der Apotheke Geld umtauschen will, fragt man logischerweise in der Bank nach Hustensaft.

Das Betreuer-Team (5) wirkt kreativ in der Küche um dann gegen

19.00 Uhr zu hören. „Was ist denn das?“ „Davon wird mir schlecht!“ „Ich bin Vegetarier, aber es schmeckt gut!“ „Können wir nicht mal Pizza holen?“. „Wer hat heute gekocht?“. „Total versalzen!“. Wo ist der Pfeffer?“

Erstaunlicherweise hatten wir weniger Reste für den Schweinetrog als sonst.-

20.00 Uhr Abendprogramm: Ratespiele, Ribbeldibbel, Nachtwanderung mit Schatzsuche, Tischfußball-Turnier, herumhängen.

Viel gewünscht. „Wetten, dass“ – aber darauf hatten die Betreuer keinen Bock. Die älteren Jungen gestalteten meist ihr eigenes Programm, nach dem Motto:

„Draußen vor der Tür!“

22.30 Uhr, nur noch Unterhaltung in den Zimmern erlaubt. Doch im oberen Stock schien dauernd jemand aus dem Bett zu fallen, so dass wir unten auch aus dem Bett fielen. So führten wir ab

23.00 Uhr die Flurwache ein (in meinem Fall wurde ich von den älteren Jungen nett mit Lesestoff versorgt. Doch die Auswahl war dürftig: Sex-Magazin oder Fahrrad-Katalog.

24.00 Uhr, Geschafft! Ruhe im ganzen Haus. Vereinzelt periphere Störungen.

Ein Dialog von besonderer Tragweite

Aus der Küche zum Aufenthaltsraum.

„Rosi, hast Du `ne Schere? “  „Nein“. „Wieso nein?“ „Es ist keine da, was willst Du denn aufmachen?“ „Ich will nichts aufmachen.“ „ Was willst Du denn abschneiden?“ „Ich will nichts abschneiden“. „Für was brauchst Du dann die Schere?“ „Ach, vergiss es!“ -

Ski-Freizeit ABC

Von Renate, Kathi, Lara (kommentiert von ... )

A ugen zu und durch. (Half immer)

B eatles. (von früh bis spät)

C oupé (fällt mir nichts zu ein)

D oppelkopf. (wer bringt mirs bei, was ist ein Knochenloser?)

E ngländer (es soll da einen gegeben haben, behaart mit Waschbrettbauch)

F rank mit roten Haaren.(der Vater trug’s mit Fassung)

G iselles Kochkünste....(mit Erfolg an Kindergartenkindern ausprobiert)

H alt’s Maul (Zitat von Frank) (Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten)

I h, die dicke Wirtin.(Sie verfolgte Kaffeesahnedöschendiebe (Matthias))

J etzt pass’ aber auf! Zitat von Michi. (Sprachs und wurde 5cm größer)

K nuddeln (wen stört’s?)

L ara. (Also Rosi, wenn die was Besseres einfällt) (Nein, frag’ Sven)

M artins Polizeidrohungen (nahm keiner ernst)

N ebel. (hat auch sein Gutes, er verwischt die Konturen)

O h, die Piste ist SCHWARZ! (Schrecksekunde unten)

P opkornhütte (hier gab’s die tollsten Kerle)

Q uatsch, die Piste ist orange (so gesehen nach 10 O-Saft)

R obert, Robert oder Robert? (zwei zuviel)

S onne (macht bleiche Wangen braun, wenn der Lichtschutzfaktor stimmt-)

T ischfußball-Turnier (Favoriten: Patrick/David – Sieger: Robert W./Sören)

U ps (undefinierbares, vielfältig zu benutzendes Lautgebilde)

V ielleicht mehr Salz? (Hat die Küche wieder versagt?)

W eißsicht! (hey, wo geht’s lang?) (Solange ihr Patrick seht, ist alles ok)

X Chromosom (den Männern fehlt eines, deshalb........)

Y ester Day (siehe unter B)

Z uverlässige Gondeln (Ja, wenn die Hoffnung nicht wär...)

Zu lange Ferien? Oder was?

20./21.Januar. Dieses Wochenende kann man nur mit dem Prädikat Fehlstart belegen (bis auf wenige Ausnahmen),

Samstag, 20. 1. 2001.

Da war erstens die 1. B-Jugend, die mit ihrer desolaten Spielweise Patrick zur Verzweiflung brachten. Sie haben jedes Spiel (4) verloren.

Mit der 2. B-Jugend hatte ich das Vergnügen neues Terrain zu erkunden: Martinseehalle in Heusenstamm, irgendwo in der Pampa, zwischen Offenbach und  ?. Wir fanden ungewohnten Parkettboden, aber sonst war die Halle eigentlich ganz ok. Damit wir wenigstens einen Auswechselspieler hatten, haben wir A-Knabe Alexander Q. mitgenommen. Der Boom bei der B-Jugend Anfang der Saison, mit über 20 im Training, ist mittlerweile der Normalität gewichen, so dass wir, wenn beide Mannschaften spielen, Probleme haben. In Heusenstamm fanden wir nur einen Gegner für uns vor: SSG Bensheim, die wir 5:3 besiegten. Damit sich die Anreise „lohnte“ machten wir noch ein Freundschaftsspiel gegen Limburg, wo wir nicht gut aussahen. -

Die größte Enttäuschung aber bereiteten die 1. B-Knaben, die als Gruppenzweiter in die Zwischenrunde starteten und an Frankfurt 80 und Hanau scheiterten. Auch ein Unentschieden gegen Marburg (2:2), zählt nicht unbedingt zu den Ruhmestaten. Lediglich Safo (3:2) wurde besiegt. Eigentlich hatten wir die Endrunde im Visier, nun heißt es Trostrunde. -

Die Mädchen A beendeten ihre auch nicht glorreiche Saison mit 2 Niederlagen, es war bitter, dass sie fast die ganze Saison auf Luise R. (Bänderriss) verzichten mussten.

Sonntag, 21.1.

Ich habe alles versucht, aber für die 2. A-Knaben fand ich weder einen Betreuer noch genügend Spieler.

Die 1. A-Knaben wurden von Ex-Trainer Patrick betreut, mit 3 Niederlagen konnten sie ihre gute Ausgangsposition nicht halten und sackten in die Trostrunde ab.

Die 1. C-Knaben hatten Heimspiel mit Micki, da Eintracht Frankfurt nicht antrat, blieben nur TGS Vorwärts und Kronberg, auch hier gab es zwei Niederlagen (0:1 und 1:2).

Ein etwas unglücklicher Spielplan bescherte mir einen 8-Stunden Tag in der Riedschule in Bergen-Enkheim mit den D-Knaben. Man hatte meine beiden Mannschaften auseinandergerissen: vormittags D2, nachmittags D1. So konnte ich auch nicht die D2 gegen starke Gegner mit Spielern der D1 unterstützen. Im ersten Spiel gegen die starken Limburger, die auch noch einen guten C-Knaben mitspielen ließen verloren wir 0:6. Die anderen Gegner hatten dann eher D2 Niveau. Das 1:1 gegen Homburg und auch das 0:1 gegen Höchst waren aus unserer Sicht etwas unglücklich, denn in beiden Spielen hatten wir die besseren Chancen, ein Tor zu erzielen. Die 1. Mannschaft wiederum fand teilweise sehr schwache Gegner vor und hat alle Spiele gewonnen: Usingen (4:0), Nauheim (1:0), Kronberg (9.0).

Samstag, 27. 1.

Bei den B-Mädchen ging es um Alles oder Nichts. Eine günstige Zwischenrunde schien die Aufgabe, die Endrunde zu erreichen, lösbar zu machen. Auf uns warteten in Hanau: Hanau als amtierender Feldmeister, 80, gegen die wir in der Vorrunde nicht verloren hatten und Kronberg, die außer Konkurrenz antraten. Also: mit einem Sieg gegen 80 war alles klar. Wie sahen ein verkrampftes Spiel, das schon in den ersten 5 Minuten sein Endergebnis hatte: 1:1. Der Rest war zittern, auf beiden Seiten. Unsere Mannschaft lieferte das schlechteste Spiel der Saison. Da das Ergebnis gegen Kronberg uninteressant war (1:0), war das Spiel gegen Hanau das alles Entscheidende. Wir hatten das Glück, dass 80 vor uns gegen Hanau spielte und 0:7 vorlegte. Also hatten wir unser Limit: höchstens 0:6 verlieren. Und wieder ein Zitterspiel! Als nach 2 Minuten noch kein Tor gefallen war, wurde von Eltern schon eine gewisse Erleichterung signalisiert. Mit zitterte Line, unsere gefährlichste Stürmerin, leider mit Gipsbein. Bis zur Pause gelangen den Hanauern 3 Tore, das ließ hoffen. Unsere Mädchen hielten sich ziemlich gut an das taktische Konzept: Zeit schinden, Ball halten, lange Bälle ins Aus. So waren die wirklich sehr starken Hanauer Mädchen nur noch 2x erfolgreich. Unser 0:5 bedeutete

Endrunde. Dies hat keine weitere WTHC Mannschaft erreicht. Die 80er, die das Spiel mit ebenso großer Spannung verfolgt hatten und nur hoffen konnten, dass wir mehr Tore kassieren als sie, schlichen betrübt aus der Halle. Letztendlich hat diese Entscheidung die bessere Torfrau gewonnen und das ist unsere Anka. Und nach ihr lechzen wohl die 80er, warum sonst hätten sie sie zum Training eingeladen?

Die D-Mädchen fuhren mit Sandra nach Hadamar. Diesesmal gab es keine Siege, aber sie blieben ungeschlagen (3x unentschieden). Sie regten sich sehr über die Limburger auf, die einen C-Knaben mitspielen ließen, obwohl noch 3 Mädchen auf der Bank saßen. Sie hatten regelrecht Angst vor seinen festen Schüssen und manchmal konnten sie nur noch flüchten. Da verstehe ich die Limburger wirklich nicht. -

Als ich noch mit den B-Mädchen in Hanau weilte,  bekam ich per Handy 2 weitere Absagen für die 2. B-Knaben. Da ich direkt von Hanau nach nachdem Heusenstamm fuhr, war ich gespannt ob ich eine Mannschaft vorfinden würde.

Doch, o Wunder, 7 Knaben waren da! Ohne Unterstützung der 1. Mannschaft wäre die 2. wieder nicht spielfähig gewesen. Doch ich machte mir kein schlechtes Gewissen wegen Marius und Claus-Peter, spielte doch bei 80 einer der besten Spieler der 1. Mannschaft mit. Mit Philipp hatte es Probleme gegeben, weil er sich nicht der 2.Mannschaft zugehörig fühlte, aber er war nun doch da und spielte sehr gut in der Abwehr, vor allem bediente er den Sturm mit klugen Pässen. So schossen wir 2 Tore gegen TSG Darmstadt, verloren aber 2:5 etwas unglücklich. Als wir dann 1:0 gegen Rembrücken gewannen, waren alle zufrieden, auch Philipp. Das letzte Spiel gegen 80 geben wir kampflos ab, weil uns die Ansetzung auf 19 Uhr zu spät war.

Die Weibliche Jugend B holt den Hessenpokal

Sonntag, 28. 1.

Nachdem Trainerin Miriam geträumt hatte, der Pokal wäre nicht gewonnen worden, wurden noch flugs ein paar Trainingseinheiten eingebaut. Doch man überstand die Endrunde mit 3 Siegen! Im 1. Spiel war man noch sehr unsicher und das 1:0 gegen Fechenheim ist von einer gewissen Dürftigkeit. Sicherheit gab das 2:0 gegen Safo. Und dann stand man wieder vor der Hürde Rüsselsheim (2. Mannschaft). Doch nach einer zittrigen 1. Halbzeit, konnte man sich aus dem Trauma Rüsselsheim lösen und das Spiel mit einem klaren 4:1 beenden. Bemerkenswert, wie gut sich Stürmerin Luise D. in ihre Torwartrolle gefunden hat. Leider war auf die designierte Sina kein Verlass. Die Tore schossen Lu, Lenchen, Kathi und Sophia.

Die C-Mädchen erkundeten Südhessen (Bensheim), betreut von Vater Hagenbäumer haben sie 2x gewonnen, 1x verloren. Langsam kommen sie von dem Image der Looser-Mannschaft weg.

Die 1. B-Jugend hat nach Bekunden ihres Trainers Patrick diesesmal gut gespielt, aber selbst das leere Tor nicht getroffen. Alle Spiele verloren.

Die 2. C-Knaben sollten mit Sven A. nach Hanau fahren, leider fanden sich nur 3 Spieler ein. Da man auch nicht für nötig gefunden hatte, abzusagen, war das für alle Betroffenen ärgerlich. Doch, eine Absage hatte ich auf dem Band: „Ich kann am Sonntag nicht spielen!“ Das war alles. Am Samstagabend habe ich noch viel Zeit damit verbracht, den geheimnisvollen ausfindig zu machen. -

Ich fuhr mit den 3. C-Knaben nach Frankfurt. Wir fanden dort ziemlich starke Gegner vor. Yanis (ein Spiel), Markus (2 Spiele) im Tor hatten Gelegenheit sich auszuzeichnen und taten es auch. Trotzdem haben wir 1:5 (Nauheim), 1:3 (TEC Darmstadt) 1:7 (80) verloren.

Samstag, 3. Februar

Wiesbaden versank im Schnee und später im Matsch. Wir entschieden uns, um unnötiges Risiko zu vermeiden, die 1. B-Jugend nicht mit dem Bus nach Hanau und die B-Mädchen nicht nach Frankfurt zu schicken. Bei der Entscheidung B-Mädchen taten wir uns besonders schwer, weil es Verzicht auf die Endrunde bedeutete. D.h. wir blieben 4. in Hessen, und wir haben uns der Möglichkeit beraubt, ev.noch einen Platz höher zu klettern.

Sonntag, 4. Februar

Am Sonntag war alles wieder normal, als unsere 1. A-Knaben um 7.45 Uhr (!) zur letzten Trostrunde nach Frankfurt aufbrachen. 2x verloren, 1x unentschieden, ein Sieg ist die magere Ausbeute für eine Mannschaft, die in der Vorrunde so gut begonnen hatte. Betreuer Vater Krissel machte es hauptsächlich an der undisziplinierten Spielweise fest. Bedauerlich auch, dass Torwart Sven es nicht organisiert bekam, an diesem Turnier teilzunehmen.

Kurzfristig hatte ich ein Freundschaftsturnier für Mädchen C und Mädchen D in Mainz anberaumt. Sie sollten auch einmal andere als hessische Luft schnuppern. Doch meine Vorstellung, dass Sonntag Nachmittag alle zu Hause sitzen und nur darauf warten, Hockey zu spielen, war falsch. Vor allem im D-Bereich sah es dünn aus. Zu allem Unglück wehte die „rheinland-pfälzische Luft ziemlich rau. So hatten wir gegen Mainz und Alzey keine Chance. Eine neue Erfahrung für die sieggewohnte Truppe. Die C-Mädchen eher an Verlieren gewöhnt, haben sogar ein Spiel (Neustadt) gewonnen, sie hatten mit der robusten Theresa im Tor einen starken Rückhalt.

Samstag, 10. 2

Stell’ Dir vor, es ist ein Turnier in Wiesbaden und keiner geht hin! So ist es uns mit den 2. C-Knaben ergangen. Am Anfang stand eine falsche mündliche Information, das Turnier sei am Sonntag. Auf den bereits am Montag verteilten Zetteln stand deutlich: Sa., 10.2. Und keiner hat es gelesen! So mussten die 3. C-Knaben, die nicht vorab mündlich informiert worden waren, und die komplett da waren, die ganze Last von 6 Spielen tragen. Es reichte dann nur für 5, von denen wurde nur eines gewonnen (5:0 gegen DHC). Schade, es hätte ein schönes Turnier sein können, zumal in Wiesbaden!

Ich war mit den beiden D-Knaben Mannschaften in Darmstadt und bekam von dem Chaos in Wiesbaden nur über Handy Kunde, konnte aber auch nichts mehr retten. In Darmstadt hatten wir nicht allzu starke Gegner, so konnte ich die 2. Mannschaft weitgehend ohne Unterstützung durch die 1. Mannschaft spielen lassen. Sie spielten 0:0, 1:1 und 0:1. Die 1. Mannschaft ging stets als klarer Sieger vom Platz, höchster Sieg: 9:0

Sonntag, 11. 2.

Sonntag, 8 Uhr Bahnhof, kein 2. B-Jugend freundlicher Termin. Um 8.20 Uhr waren wir dann doch schon 5, 2 Anrufe brachten nichts, also fuhren wir mit 5 Spielern, zum Loosen verdammt, nach Frankfurt. 4 Spiele warteten auf uns, während komplette Mannschaften nur 2 Spiele hatten (die Mannschaft aus Bensheim trat nicht an). Meine 5 Helden: Frodo im Tor, Leon, André, Michi und Manuel spielten trotz der aussichtslosen Situation engagiert, nur schwanden die Kräfte von Spiel zu Spiel. Leider waren die anderen Mannschaft nicht bereit, auch mit nur 4 Feldspielern gegen uns anzutreten. Die ersten beiden Spiele gegen Usingen (2:7) und Rembrücken (3:7), konnte man sich noch ansehen. Gegen Hanau gab es eine deutlichere Niederlage, da es aber für Hanau a.K. gewertet wurde, ließ man es laufen. Ohne große Pause traten wir dann gegen den stärksten Gegner an: die 1. A-Knaben von Limburg, die im B-Jugend Pokal Erfahrung sammelten. jetzt waren wir nur noch müde und lustlos, trotz einer neuen Strategie: 3 Mann in der Abwehr, Manuel vorne als Alleinunterhaltung, fingen wir 10 Tore. So macht Hockey richtig Spaß und sogar eine wie ich, fragt sich, ob man seinen Sonntagvormittag nicht angenehmer verbringen kann. Unser Zorn richtet sich vor allem an die 4, die ihre Mannschaft im Stich ließen. Hier stehen sie am Pranger: Rodion, Robert, Alexander, Leo.

Die 1. B-Knaben traten zur Trostrunde an und mussten nach einem Unentschieden gegen Nauheim auch noch um den 5. Platz bangen. Dank den Marburgern, die dann auch unentschieden gegen Nauheim spielten und den Nauheimern einen weiteren Punktverlust zufügten, war unser 5. Platz gerettet.

Die C-Mädchen kämpften in Homburg und haben zumindest ein Spiel gewonnen.

Samstag/Sonntag, 17./18.2.

Ein total ruhiges Wochenende, doch die beiden einzigen Turniere liefen absolut parallel am Sonntag Vormittag. Da Micki keine Zeit hatte, fuhr ich mit den 1. C-Knaben  nach Frankfurt, Sandra mit den D-Mädchen nach Hanau. Wir sahen uns alle um 8.30 Uhr am Viadukt. Die C-Knaben waren nicht in stärkster Besetzung und hatten auch nur einen Auswechselspieler. Da wir auf starke Gegner trafen, konnte ich den Abwehrblock Julian, Constantin, Fabian nicht auswechseln. Trotzdem verloren wir 0:5 (Homburg), 0:7 (80), 2:3 (Safo). Es wird einfach nicht diszipliniert und konzentriert in der Abwehr gespielt. David war in seiner Torwartrolle nicht glücklich, er war auch nicht als TW geplant, ich hatte mit Jan gerechnet, aber es stellte sich heraus, dass er gar nicht benachrichtigt war. Die Stürmer Carsten, Niklas, Maxi verkrochen sich hinter den Gegnern oder gar in der Abwehr. -

Dafür waren die D-Mädchen überbesetzt und dadurch auch nicht so erfolgreich wie sonst, außerdem fehlte die Goalgetterin Rebecca. Sie sollen aber schön gespielt haben. Die Ergebnisse: 1:2, 1:0, 0:1.

Samstag, 3. 3.

2. und 3. C-Knaben fahren nach Darmstadt. Von 18 eingeladenen C-Knaben, erschienen gerademal 9! Schlimm ist, wenn überhaupt nicht abgesagt wird. Dies ist ein neuer Negativ-Rekord. Hallenmüde, oder was? Nun, in Darmstadt vermissten wir die Mannschaft aus Bad Nauheim, so traten wir auch nur als eine Mannschaft auf und spielten 2 Spiele á 2x20 Minuten. Sehr spannend war das 1. Spiel gegen TEC Darmstadt, zur Pause führten wir 2:0, verloren dann noch 3:4 etwas unglücklich. Gegen Kronberg war die Niederlage mit 1:7 zu hoch. Leider hatten wir wieder keine Profi-Torleute dabei, David im 1. Spiel hatte keine Lust, Fabian im 2. Spiel ist im Sturm besser aufgehoben. 

Auch die C-Mädchen in Wiesbaden kamen nur zu 2 Spielen, weil die Homburger Mannschaft nicht kam. Sie siegten 1:0 gegen Marburg und verloren 0:3 gegen Safo. 

Sonntag, 4. 3.

1. und 2. D-Knaben in Wiesbaden. Pünktlich 9.15 Uhr in der Halle war nur einer, die letzten kamen, da lief schon das erste Spiel! Irgendwann machte ich Bestandsaufnahme und siehe da....es waren 17 Knaben da, die nun natürlich alle spielen wollten und möglichst Mittelsturm. Wir trafen heute durchweg auf gute Torleute, auch unsere eigenen konnten mithalten (3 Spiele Benedikt, 3 Spiele Luca). Die 2. Mannschaft geizte mit Toren, spielte zweimal 0:0 und verlor 0:1 gegen die a.K. Mannschaft aus Usingen. Die 1. Mannschaft zeigte gegen TEC alle ihre Stärken und Schwächen und gewann nach spannendem Match 3.2, gegen TEC II siegte man standesgemäß 6:0. Ein Patzer in der Abwehr besiegelte die 1:2 Niederlage gegen Frankfurt 80. Das war für die 80er der knappste Sieg des Tages.

Zum Abschied von Trainer Patrick fuhr die B-Jugend auf ein Turnier nach Alzey. Sie hatten den festen Auftrag den Pokal des Landrats mitzubringen, aber mit ihnen ist einfach kein Staat zu machen. Etwas mehr als den vorletzten Platz hatte ich schon erwartet. 

10./11. März – 11. Nibelungen-Turnier in Bayreuth

Nachdem wir in dieser Hallensaison weder nach Bonn noch nach Böblingen zu Übernachtungs-Turnieren wegen Terminproblemen fahren konnten, freute ich mich über die Einladung von Bayreuth. Da die Hallensaison praktisch gelaufen ist, sind keine Terminüberschneidungen zu befürchten und wir können das Turnier als Sahnehäubchen auf die Hallensaison setzen.

Ich war dann doch sehr überrascht, dass die Resonanz bei C und B-Knaben nur mittelmäßig war. Das Limit von 9 Spielern pro Mannschaft wurde nicht ausgeschöpft, es eilte sich kaum einer, dabei zu sein (die Anmeldung lief nach dem Müller Prinzip: Wer zuerst kommt mahlt). Schließlich hatte ich 8 B-Knaben und 7 C-Knaben zusammentelefoniert und das Abenteuer begann Freitag, 16 Uhr Viadukt. Etwas unruhigere Kinder hatte ich in den beiden mitfahrenden Pkws ausgelagert, blieben nur noch 9 für den Bus. Dank verordneter Gameboys und „Snake“ auf meinem Handy verströmte das Radio den größten Lärm. Hier zeigte ich mich nur einmal genervt, als bayerische Volksmusik in meine Ohren dröhnte. Es sollte den hinteren Teil des Busses nerven, doch die registrierten das gar nicht. Die prognostizierte Fahrzeit von 4 Stunden wurde überschritten, dank eines „hohen Verkehrsaufkommens“ im Spessart. Während der letzten 50 km fragte dann jeder mindestens zweimal: „Wie lange denn noch?“

In Bayreuth nahm uns die Ex-Wiesbadener Familie Lissowski unter ihre Fittiche, geleitete uns zur Jugendherberge und in eine Pizzeria und wieder zur JuHe. Die Knaben waren auf 3 Zimmer verteilt und da es sich anbahnte, dass Zimmer 1 Zimmer 3 ärgert - Zimmer 2 Zimmer 1 usw., bezog ich Stellung auf dem Flur, mich wundernd, wie oft einzelne innerhalb einer halben Stunde, Zähneputzen und auf die Toilette mussten. Doch alles hat ein End..... Da um 6 Uhr die Mitbewohner geweckt wurden, hatte die Nacht die WTHC-Jugendherbergs-Norm-Länge (Kürze).

Doch nun zum Sport. Vor 3 Jahren waren wir mit C-Knaben und B-Mädchen auf diesem Turnier und es hatte uns gut gefallen, obwohl es seine Mängel hat: zu viele Mannschaften (26), zu kurze Spielzeit (1x13 Minuten). D.h. in 1 ½ Tagen werden 60 Spiele durchgeführt! Da das zwangsläufig zu langen Pausen zwischen den Spielen für die einzelnen Mannschaften führt, gibt es ein reichhaltiges Freizeitangebot: Stadtführung, Museums Rallye, Eislaufen, Schwimmen, von dem wir nur letzteres nutzten. Die B-Knaben trafen im 1. Spiel auf TS Bayreuth I. Es war ein gutes Spiel ebenbürtiger Gegner. Als mit dem Schlusspfiff ein reguläres WTHC-Tor zum 2:2 Ausgleich vom Schiri nicht anerkannt wurde, meine Spieler zu HB-Männchen mutierten, veranlasste ein Bayreuther Spieler den Schiedsrichter, seine Fehlentscheidung zurückzunehmen. Dieser Spieler erhielt bei der Siegerehrung den Fairness-Pokal. Nun lief in dieser Gruppe alles auf einen Zweikampf Bayreuth I – Wiesbaden hinaus. Während wir jeweils mit magerem 1:0 gegen Bären Berlin und Bad Homburg gewannen, schossen die Bayreuther dank des auch körperlich überragenden Julius (Julius Hockey-Anfänge liegen in Wiesbaden) ein paar Tore mehr. Am Sonntag hatten wir in der Endrunde als Gruppenzweite mit TSG Pasing (München) und HC Wacker München zu tun, dem 1. und 2. der anderen Gruppe nach einer Bayreuther Spezial-Turnier-Planung, nimmt man das Ergebnis gegen den Gruppengegner (in unserem Fall Bayreuth und 2:2) mit in die Endrunde. Wir trugen noch mit einem Sieg gegen Pasing zu unserem 2. Platz bei, der aber durch Siege von Bayreuth über Pasing und Wacker zementiert werden musste, was auch geschah.

Die C-Knaben hatten einige „Stars“ zu Hause gelassen, so peppten wir sie mit „kleinen“ B-Knaben auf. In der Vorrunde gelang ein Sieg gegen Pasing (2:0), während die Bären Berlin sogar B-Knaben Torhüter Vincent 3x überwanden. Als Gruppendritter zogen wir in die Platzierungsrunde ein. Dort besiegten wir Rot Weiß München 3:0 (Constantin schoss sehenswerte Tore) und hatten gegen die wie B-Knaben aussehenden Mariendorfer (Nürnberg) keine Chance. So belegten wir in der Endabrechnung den 6. Platz. Die Siegerehrung erfüllte nicht alle Erwartungen; die B-Knaben waren enttäuscht, dass ihr 2. Platz nicht mit einem Pokal honoriert wurde, stattdessen die jeweilig Letzten Pokale bekamen That’s Bayreuth. Ja, und dann unterschied sich ihr „Preis“ kaum von dem der C-Knaben (6. Platz).

Doch letztendlich fuhren alle zufrieden nach Hause, überzeugt, ein schönes Wochenende, ein schönes Turnier erlebt zu haben. -

Wie viele Sterne hat das Hotel?

Und es wabert das Verwöhn-Aroma durchs Haus.

Liebe WTHC-Söhne-Mütter!

gewöhnt doch bitte Euere Söhne an die raue Jugendherbergsluft, zeigt ihnen, wie man Kopfkissen bezieht, erläutert ihnen den Sinn eines Betttuches und den Zweck von Abfallbehältern, nehmt ihnen den Abscheu vor nassen Wischlappen.

Danke

Nibelungenabend

Auch das Turnierfest am Samstagabend hat in Bayreuth etwas Außergewöhn­liches. Es findet in einem riesigen Saal statt, der einer Brauerei gehört, alles ist bayerisch-rustikal, eben Bierzelt-Atmosphäre. Die Vereine waren aufgerufen, sich mit einem Beitrag (Sketsch, Pantomime, Lied) um den Superdrachencup zu bewerben. So vorlaut unsere Knaben sind, bei so was bleibt ihnen die Spucke weg. Schließlich erbarmte sich Vater Trischler und übte mit Marius, Vincent und Simon einen Sketsch ein, in dem ein Vater versucht, seinem Sohn die Unterschiede zwischen höflich, unhöflich und verdutzt zu erklären. Trotz schlechter Mikrophonleistung reichte es für einen geteilten 3. Platz.

Da unser Einzug in die JuHe von einer gewissen Aufgedrehtheit begleitet war, machten wir uns bei den Münchnern unbeliebt. Nachdem der 1. Ruhemahner so unwirksam war wie ich – wobei ich den Zeitpunkt des Einschreitens für verfrüht hielt -, wurde schweres Kaliber aufgefahren; es kam so ein bayerischer Riese, der bei seinem 2. lautstarken Auftritt es wirklich schaffte, Mucksmäuschenstille zu erzeugen. Als ich am nächsten Morgen zu unseren Knaben sagte: „Jetzt weiß ich endlich, wie ich Euch ansprechen muss!“, meinten sie: „Das war nur, weil der fremd war!“ Eine gewisse Genugtuung hatten wir dann schon, als wir seine Mannschaft besiegten, da er uns empfohlen hatte, eine andere Sportart zu wählen. -