| Freitag, 27. Juni 2008 | ||
| Chris Faust zur Zukunft des Hockeys im WTHJC | ||
Pressespiegel vom 26.06.2008 Chris Faust: Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass ich ab Herbst als Cheftrainer den WTHC verantworte. Ich habe schnell erkannt, dass hier ein "schlafender Riese" liegt: Es bietet sich enormes Potenzial, ein günstiger Standort, eine super Anlage und reichlich Zulauf an Kindern. Was fehlt, sind allerdings professionellere Strukturen. Dafür will ich nun sorgen. Es ist sozusagen ein Feld, das man noch gut beackern kann. Sie haben bereits einige Erstligisten trainiert oder 2007 Australien auf die Hallen-WM vorbereitet. Sicherlich verfolgen Sie auch für den WTHC konkrete Ziele? Faust: Ich will nichts festmachen. Wir müssen zunächst eine solide Basis schaffen, dann kommen die Erfolge nach ein, zwei Jahren von selbst. Mittelfristig können es die Damen und Herren in die Erste Regionalliga schaffen. Gerade bei den Herren ist die Zweite Regionalliga nicht besonders gut. Wichtig ist mir jedoch: Ich will mit eigenen Leuten arbeiten. Natürlich wird der Verein durch meinen Namen für Außenstehende interessanter, aber wir brauchen keine Söldner. Das ist der Tod für jeden Verein. Zudem wollen die Jungs ja unten raus. Die waren so gefrustet nach all den Pleitenjahren ohne beständigen Trainer, die sind jetzt heiß. Wollen Sie langfristig auch die hessischen Hockey-Hochburgen Frankfurt oder gar Rüsselsheim angreifen? Faust: Qualitativ sind wir sehr gut aufgestellt, der Zuspruch an Nachwuchs ist hier kein Problem. Aber wir müssen die Philosophie ändern - und das geht nur sehr, sehr langsam. Wir müssen die Spieler von "ins Training gehen" zu "im Training alles geben" bewegen. 1880 Frankfurt ist aktuell bei der männlichen Jugend in Hessen führend, der Rüsselsheimer RK bei den Damen. Wir können uns kein Erstliga-Team leisten, das wäre viel zu teuer. Aber als dritte Kraft können wir uns allemal etablieren.
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