| Freitag, 25. April 2008 |
| Wiesbaden Open haben begonnen |
| Pressespiegel vom 25.04.2008 Verlockung des kleinen Preisgeldes
Der Blick auf die Homepage des Veranstalters beruhigt ihn. "Unüberwindliche Hindernisse sind nicht dabei", sagt Philipp Marx nach dem Studium der Setzliste bei den 6. Offenen Wiesbadener Stadtmeisterschaften. Kein Wunder, schließlich ist Vorjahressieger Marx erneut an Nummer eins gesetzt, da wird ihm die Konkurrenz keinen Schreck in die Glieder jagen. Ab heute Mittag spielen 32 Damen und Herren um 4000 Euro Preisgeld und ermitteln bis Sonntag den Wiesbadener Stadtmeister. Die Spiele beginnen um 13 Uhr. Phillip Marx setzt dabei alles daran, seinen Titel zu verteidigen. Auch wenn sich der 26 Jahre alte Tennis-Profi mittlerweile auf die Doppel-Konkurrenz spezialisiert hat. Mit seinem Partner Fabio Colangelo (Italien) konnte er letztes Jahr ein Challenger-Turnier in Düsseldorf gewinnen. "In diesem Jahr will ich unter die Top 100 der Doppel-Weltrangliste", sagt Marx. Zwar wird dem Doppel öffentlich kaum mehr Beachtung geschenkt, aber der Profi glaubt, hier eine Nische gefunden zu haben, in der es sich erfolgreich arbeiten lässt. In dieser Saison schlägt der in Seeheim-Jugenheim wohnende Sportler beim TC Waldau Stuttgart in der 2. Liga auf. Dort steht auch Michael Berrer unter Vertrag. Vor Beginn der deutschen Medenspiele greift Marx schon ab kommender Woche für den französischen Zweitligisten Lissieux zum Schläger. Umtriebigkeit gehört zum Geschäft eines Tennis-Profis, der nicht auf der ganz großen Bühne glänzen kann. Deshalb übernachtet er auch nicht in Wiesbaden, sondern pendelt an den Turniertagen zwischen Wohnort und Spielstätte. Am liebsten würde Marx das bis Sonntag tun, dann stünde er nämlich im Halbfinale und könnte um die etwas üppigere Gage spielen. 1000 Euro Preisgeld erhält der Wiesbadener Stadtmeister. Geld, das Marx gerne mitnehmen möchte. Die Form scheint zu stimmen. Seit drei Wochen trainiert er in Lorsch auf Sand und dürfte aufgrund seines im Vergleich zum Vorjahr reduzierten Grundlagentrainings deutlich spritziger auftreten. Auch Laura Heckler ist mit ihrer Verfassung zufrieden. "Die Form ist ganz gut", sagt die 23-Jährige. Als beste hessische Spielerin ist sie in Wiesbaden an Nummer zwei gesetzt. Nur Madlen Kadur steht nach der kurzfristigen Absage der Düsseldorferin Melanie Oosterhof noch vor ihr, doch der Top-Gesetzten begegnet Heckler auf Augenhöhe. Die bisherige Bilanz in den Vergleichen zwischen Heckler und Kadur lautet eins zu eins. Läuft für Laura Heckler alles optimal, kann sie das Turnier in Wiesbaden gewinnen. Auch die Spielerin des TC Bad Homburg verdient ihr Geld als Tennis-Profi. "Es reicht zum Leben", sagt Heckler. Nach dem Anhäufen von Reichtümern klingt es nicht. Für die Sportlerin wären daher die 800 Euro, die der Siegerin der Stadtmeisterschaft winken, ein willkommenes Zubrot. Auch sie pendelt am Wochenende zwischen ihrem Wohnort bei Hanau und dem Nerotal, um sich die Hotelkosten zu sparen. Nur mit ihrer Leistung, da möchte sie nicht geizen. Schließlich war das beste Resultat für Heckler das Erreichen des Halbfinales. Das soll sich 2008 aber ändern. Alle Informationen zum Turnier finden sie im Internet unter www.wiesbaden-tennis-open.de |
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